Bayerischer Schulräteverband


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Straubinger Schulamtsdirektor Müller auf weitere drei Jahre zum Bezirksvorsitzenden der niederbayerischen Schulräte gewählt!


Autor: Kuen, aktualisiert am 30.05.2016 / Hits: 424

Niederbayerns Beamte in der Schulaufsicht haben gewählt, um für weitere drei Jahre eine starke Stimme bei ihrem Arbeitsgeber, dem Kultusministerium in München einbringen zu können. Johannes Müller, Leiter der Straubinger Schulämter stellte sich wieder zur Wahl und wurde einstimmig für weitere drei Jahre von der Beamtengruppe gewählt. Mit ihm bewarb sich Schulamtsdirektorin Johanna Buchberger – Zapf, tätig am Schulamt in Passau, für die Funktion der Stellvertreterin.

Bevor es zur Wahl kam, sprach Müller in seinem Rechenschaftsbericht aktuelle Streitpunkte der Schul- und Bildungspolitik an. Einer erneuten Strukturdebatte im Rahmen des Dauerbrenners Verwaltungsreform, gab Müller eine deutliche Absage. Zu den Sparträumen so mancher Finanzpolitiker, die sich unter dem Deckmäntelchen der Heimat politische Vorteile verschaffen wollten, meinte Müller, Sparen könne nur der, der etwas habe. Das gelte in Sachen Geld ebenso wie in Sachen Personal. Schulaufsicht in Bayern habe nachgewiesener Maßen eines nicht: Ausreichend Personal für die Erledigung aller Aufgaben in den Schulämtern. Wer als Dienstherr dies in Frage stelle, sei blind oder stelle sich zumindest blind und dies immer auf Kosten seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit Jahren seien die Schulämter auf Diät gesetzt, es fehle an allen Ecken und Enden. Allein die Wartezeiten für Ernennungen, die verspäteten Ausschreibungen, die fehlenden Krankheitsvertretungen bilden Einsparungen, die sich zu einem stattlichen Polster addierten und auf dem Rücken der Kollegen ausgetragen würden. Zum Thema Inklusion war sich Müller mit den anwesenden Schulaufsichtsbeamten einig, Inklusion sei ein Dauerbrenner, aber noch lange kein Selbstläufer. Halbherzige Umsetzung, dank halbherziger Finanzausstattung sei die korrekte Charakterisierung. Zur Lehrerversorgung mahnte Müller die überfällige Verteilungskorrektur an. Es gäbe zu viele Realschullehrer und zu wenige Mittelschullehrer. Wer aus dem Personenkreis der nicht angestellten Realschullehrer sein Lehramt wechseln wolle, um an einer Mittelschule unterrichten zu können, sollte dies mit Durchlauf einer zweijährigen Seminarausbildungszeit problemlos machen können. Müller schloss seine Ausführungen mit einem dicken Lob an seinen Dienstvorgesetzten Kultusminister Spaenle. Minister Spaenles Ankündigung zur aktuellen Sparpolitik seines Kollegen Söder im Frühjahr  2014, wonach der Wegfall von etwa 826 Stellen zu befürchten sei, war erfolgreich ein deutliches Signal im Verteilungskampf um Gelder für die einzelnen Ministerien. Auf diese Weise könne man Ministerpräsident Seehofer häufiger Gelegenheit geben als „ deus ex machina“ korrigierend einzugreifen und vielleicht, wie am Beispiel der Stromtrassen, ein Moratorium zu begründen.


v.l.n.r.: Der Wahlvorstand Johann Weingärtner, Schulamtsdirektor a.D., Anton Wolfer, Regierungsschuldirektor a.D. mit den gewählten Vorstandsmitgliedern Schulamtsdirektorin Johanna Buchberger – Zapf, Bezirksvorsitzender Johannes Müller mit dem Schriftführer des Verbandes Schulamtsdirektor Stefan Pielmeier und Vorsitzenden der Pensionistengruppe Schulamtsdirektor a.D. Ludwig Wargitsch.

 



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