Bayerischer Schulräteverband


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Studientag der Oberpfälzer Schulaufsicht


Autor: Kuen, aktualisiert am 30.05.2016 / Hits: 854

Dienstag, den 17.03.2015 im Landkreis Neustadt/WN

Zum Studientag 2015 im Landkreis Neustadt/WN begrüßten der Vorsitzende des Bayerischen und des Oberpfälzer Schulräteverbandes, SchAD Dieter Lang, der Rektor Alfons Raab, Bürgermeister Andreas Wutzlhofer sowie der Bereichsleiter an der Regierung, Herr Richard Glombitza, die Kolleginnen und Kollegen der Schulaufsicht an der Mittelschule in Vohenstrauß.

Im ersten Teil der Veranstaltung wurden zwei inhaltliche Schwerpunkte in parallelen Schienen angeboten.

An der Mittelschule Vohenstrauß stellte der Beratungsrektor als Systembetreuer Josef Haberl die Arbeit an einer Referenzschule für Medienbildung vor. Die Mittelschule Vohenstrauß muss passgenau auf ihr Profil einen fächer- und jahrgangsstufenübergreifenden Medien- und Methodenlehrplan erarbeiten, ein schulinternes Fortbildungskonzept für den Bereich Medien für ihre Lehrkräfte entwickeln und ein individuelles technisches Ausstattungskonzept gestalten, das sich an pädagogischen Zielsetzungen orientiert. Nach der erfolgreichen Bewerbung, die durch die Mittelschule Vohenstrauß schon im Herbst 2013 erfolgt ist, verfolgt die Schule in einem zweijährigen Qualifikationsprozess systematische Medienentwicklungsplanung. Bei gelungener Umsetzung erhält die Schule das Gütesiegel „Referenzschule für Medienbildung“.

Zusätzlich erhielten die Schulaufsichtsbeamten einen Einblick in die Medienplattform "mebis". Während der Pilotphase wurde "mebis" von den am Projekt „Referenzschule für Medienbildung“ teil­nehmenden Schulen eingesetzt. 2014 wurde der Nutzerkreis auf alle staatlichen Schulen erweitert, die bislang mit BayernMoodle oder im Bildungsnetz der Oberpfalz gearbeitet haben.

Die zweite zeitgleich angebotene Informationsschiene wurde an der Grundschule Vohenstrauß vorgestellt. Konrektorin Dorit Schmid führte in den Aufbau und die Organisation von Lernwerkstätten ein. Die Grundschule Vohenstrauß bietet den Schülerinnen und Schülern zurzeit drei Lernwerkstätten: eine Mathematik-, eine Schreib- und eine Experimentierwerkstatt. Sowohl Sachaufwandsträger und Elternbeirat als auch das Kollegium sind überzeugt vom positiven Effekt der Lernwerkstätten, die den Kindern Gelegenheit zu aktiv-entdeckendem und selbstbestimmtem Lernen, Raum für Selbsttätigkeit und Selbständigkeit geben.

Mit kleinen Geschenken brachte der Vorsitzende Dieter Lang den Dank der Schulaufsicht zum Ausdruck. Anschließend speiste man in gemütlicher Atmosphäre in der Raststation „Am Bockl-Radlweg“ in Floß. 

Der Nachmittag führte in die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg, wo Förderlehrer Ralf Hartmann nach einer Führung durch das Lager das neue pädagogische Konzept der Leitung vorstellte. Dazu gehören die Neugestaltung des Außengeländes, Restaurierungsarbeiten an der SS-Kommandantur sowie Umbau des SS-Casinos zu einem Bildungshaus mit Museumscafe. Die Arbeiten sollen bis zum 27. April 2015, dem feierlichen Gedenkakt zum 70. Jahrestag der Befreiung des Lagers, fertiggestellt sein.

Beeindruckt waren die Besucher von der Ausstellung, die die völlige Neukonzeption des europäischen Erinnerungsortes Flossenbürg widerspiegelt. In der Nachkriegszeit wurden Teile des Lagers Flossenbürg industriell genutzt und der Rest des Areals wurde als eine Art Friedhofsanlage gepflegt. Nur das Krematorium war bereits seit 1946 Bestandteil einer Erinnerungslandschaft, die allerdings mit dem Bau einer Kapelle allgemein-religiöse Züge trug und kaum historische Informationen zur Geschichte des Lagers bot.
Im Jahr 2004 starteten die baulichen Maßnahmen zur Erschließung der historischen Lagergebäude »Häftlingsküche« und »Wäscherei« als künftige Ausstellungsgebäude. Gleichzeitig begannen die konzeptionellen Überlegungen für die künftige Dauerausstellung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, deren Umsetzung die Oberpfälzer Schulaufsicht erfahren durfte. Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg entwickelt sich damit von einem Friedhof zu einer Gedenkstätte, die der Würde der Opfer ebenso verpflichtet ist wie historisch-politischen Bildungsaufgaben.

Dieter Lang beschloss den Studientag mit einem Dank und einem Präsent an Herrn Hartmann, mit Anerkennung an den Organisator, das Staatl. Schulamt Neustadt/WN, aber auch an Herrn Abteilungsdirektor Richard Glombitza für die Genehmigung und Unterstützung.



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