Bayerischer Schulräteverband


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20.12.2017
Presseartikel - 07.02.2017 Stellen in der Schulaufsicht Beförderungen und Beurteilungsrichtlinien Personalratswahlen

Verwaltung vs. Gestaltung


Autor: Kuen, aktualisiert am 06.06.2018 / Hits: 386

Presseartikel in der (c) MITTELBAYERISCHEN vom 20.12.2017

Das bayerische Schulsystem und das dazugehörige Verwaltungssystem ist seit Jahrzehnten immer wieder Gegenstand der gesellschaftlichen und politischen Diskussion. Diese reicht vom Ruf nach Abschaffung der Verwaltung und der Selbstverwaltung jeder Schule über die Angleichung der Verwaltungssysteme der einzelnen Schularten bis hin zur Beibehaltung bewährter Strukturen. Für Grund- und Mittelschulen sind das vier Ebenen: Schule, Staatliches Schulamt in Stadt oder Landkreis, Schulabteilung an der Bezirksregierung und Kultusministerium. Ein langer Weg, aber notwendig angesichts von mehr als 3200 Schulen mit 26 bis zu mehr als 1000 Schülern. Unterrichtet wird von mehr als 60 000 Lehrkräften – der Staat als Arbeitgeber mit enormer Verantwortung.

Politik, Verwaltung, Kommunalpolitik, Bezirkspolitik: In diesem Viereck muss es gelingen, Erwartungen zu erfüllen und Rechtsgrundlagen zu entsprechen. Nur allzu oft hört man den Ruf nach der schnellen Lösung einer Standortfrage, einer bestimmten Lehrkraft oder der Veränderung für einen einzelnen Schüler. Rechtssicherheit muss aber immer gewährleistet sein und die rechtliche Unterstützung durch Landkreis-, Regierungs- und Ministerialjuristen ist zwingend erforderlich. Denn das schulrechtliche Vorgehen in einer unterfränkischen Gemeinde muss das gleiche sein wie in der Landeshauptstadt München.

Einen großen Beitrag zur Erfüllung der vielfältigen Aufgaben leisten die Datensysteme zur Erfassung und Auswertung von Unterricht und Lehrkräften. Vereinfacht gesagt: Es muss nachvollziehbar sein, wo jede vom Steuerzahler bezahlte Lehrerstunde als Unterrichtsstunde bei Schülern ankommt. Eine Mammutaufgabe!

Traum eines gelernten Lehrers als Verwaltungsbeamter: Schüler und Eltern, die es schätzen, dass sich Tag für Tag alle für eine gelingende Schule einsetzen. Lehrkräfte, die es schätzen, mit hoher Sicherheit in einem der schönsten (aber auch anstrengendsten) Beruf arbeiten zu können. Verwaltungsbeamte, die nie verlernt haben, auch den Blickwinkel des einzelnen Kindes nachzuvollziehen. Einen Minister (oder Ministerin), der im Spagat zwischen politischer Notwendigkeit und schulischer Realität die richtigen Entscheidungen trifft. Oft trifft das alles zu– aber mehr geht immer!

AUTORENINFORMATION
Der Autor ist Vorsitzender des Bayerischen Schulräteverbandes.
Die Außenansicht gibt die subjektive Meinung des Autors wieder und nicht unbedingt die der Redaktion.



Material & Hinweise


Presseartikel (399 KB)
[2018-06-06]

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