Bayerischer Schulräteverband


Standesvertretung aller Schulaufsichtsbeamtinnen und -beamten
   
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Gespräch des Landesvorstands mit Staatsminister Bernd Sibler


Autor: Kuen, aktualisiert am 22.10.2018 / Hits: 381

München, 5. Juni 2018

Tagesordnung und Gesprächsthemen

Vorstellung des Vorstandes

Die meisten Mitglieder des Vorstandes sind Minister Sibler aus anderen Zusammenhängen bekannt.

Dieter Lang stellt den Bayerischen Schulräteverband als tragendes Element der Schulaufsicht dar. Er lädt den Minister und Ministerialdirigent Gremm zur Wintertagung nach Hirschberg ein.

Vorstellung des Ministers

Der Minister antwortet mit einem Eingangsstatement, in dem er wichtige Grundlinien zur Arbeit des Ministeriums und der Schulaufsicht insgesamt darlegt.

  • Personalführung ist ein entscheidendes Element der Schulaufsicht.
  • Bei allen Maßnahmen und Entscheidungen ist an die konkreten Menschen zu denken.
  • Schulräte werden draußen vor Ort wahrgenommen, nicht nur bei der Gestaltung von Vereidigungen.
    Da viele Konflikte auf der Beziehungsebene entstehen, ist ein Netz vertrauensvoller Beziehungen für die Lösung eben dieser Konflikte unabdingbar.
  • Die Arbeit in einem pädagogischen Haus muss in pädagogischen Strukturen stattfinden.

Desweiteren nennt er konkrete Maßnahmen und Vorhaben:

  • Deutliche Ausweitung der Ausbildungskapazitäten im Bereich Grundschule in Oberbayern, vor allem auch in München selbst, was bei der hohen Anzahl neu zu bauender Grundschulen auch dringend notwendig ist.
  • Die Sondermaßnahmen  zur Zweitqualifizierung wurden immer weiter geöffnet, inzwischen ist unter bestimmten Voraussetzungen auch Teilzeit während der Qualifizierungsphase möglich. Man hofft, dass damit noch mehr Personen das Angebot annehmen und den Stunden-„Verlust“ durch die Teilzeit mehr als ausgleichen. Momentan befinden sich 1300 Kolleginnen und Kollegen in Sondermaßnahmen.
  • Wenn Schwangere vor Mutterschutz und Elternzeit auf Vollzeit aufstocken, bindet das in der Klassenbildung durch den notwendigen Vollzeitersatz eine Unmenge an Stunden aus der mobilen Reserve. Nähme man stattdessen als Berechnungsgrundlage etwa den Durchschnitt der beiden letzten Jahre, wäre sicher günstiger.
  • In der Frage der der A14Z-Problematik,  versucht man weiterzukommen, die A15/A16 sei von der Logik her richtig, man trage sie im Herzen, es gebe aber politische keine Chance zur Umsetzung.
     

Organisation in der Schulaufsicht

Minister Sibler stellt die Frage zur Diskussion, wie man der zunehmend nachlassenden Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen im Hinblick auf die Besetzung der Stellen in der Schulaufsicht begegnen könne.

  • Der BSV führt aus, dass aus Sicht potenzieller Kandidaten das Maß der zusätzlichen Verantwortung und Arbeitszeit in keinem besonders attraktiven Verhältnis zum Verdienst steht.
  • Ob „Homeoffice“ das Problem lösen kann (Nachfrage des Ministers) ist fraglich. Es könnte zwar das Amt für Kolleginnen/Kollegen mit kleinen Kindern oder zu betreuenden Eltern attraktiver machen. Gleichzeitig fallen ohnehin so viele Außentermine an, dass eine durchgängige Präsenz kaum aufrecht zu erhalten ist.

Entlastungen für Schulämter

Der BSV bringt vor, dass einheitliche EDV-Standards, bayernweit einheitliche Strukturen, etwa einheitliche Ablagepläne, eine große Arbeitserleichterung wären.

Der Minister rät, sich mit dem Landkreistag in Verbindung zu setzen, da gemeinsame Strukturen Sache der Landratsämter sind. (Konnexitätsprinzip)

Eine bessere Ausstattung mit Verwaltungsangestellten, als Sachbearbeiterin eingestuft, wäre eine große Erleichterung.

Im Grunde sind hier die Dinge genannt, die auch der ORH anmahnt:  Kommunikation, als Datenkommunikation und als persönliche Kommunikation, und die Schnittstellenproblematik.

Zusammenlegung mehrerer Schulämter zu Verbünden oder Verwaltungseinheiten

Der BSV argumentiert dagegen:

  • „Halbe“ Schulräte müssen mit zwei verschiedenen Systemen und Strukturen umgehen, was einen theoretischen Synergieeffekt sofort wieder  zunichte macht und die Betroffenen aufreibt.
  • Jeder Landrat will „seinen“ Ansprechpartner, was faktisch zu „Einmannschulämtern“ führt.
  • Größere Einheiten machen die Vorteile der guten Personen- und Strukturkenntnisse vor Ort zunichte und sind in den meisten Regierungsbezirken als weitere Zwischenebene nach der Regierung nicht sinnvoll.
    Viele „übergreifende“ Aufgaben übernimmt ohnehin die jeweilige Bezirksregierung .

Abschließend bittet Minister Sibler den BSV an folgenden Punkten weiter zu arbeiten:
Aufgabenkritik  - Prüfung der Verwaltungsabläufe – Aufgabenübernahme für die Regierung (in „überbesetzten“ Schulämtern)



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