Bayerischer Schulräteverband


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Gespräch des BSV Oberbayern mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner


Autor: Kuen, aktualisiert am 12.07.2019 / Hits: 864

Trotz gefülltem Terminkalender nahm sich die Präsidentin des Bayerischen Landtages und Stimmkreisabgeordnete im Landkreis Miesbach Anfang Februar 2019 Zeit für ein einstündiges Gespräch am Staatlichen Schulamt Miesbach.

Dabei wurden aktuelle und zentrale Anliegen des Bayerischen Schulräteverbandes erörtert. Der Vorsitzende des Bezirksverbandes Oberbayern, Schulamtsdirektor Jürgen Heiß, ging dabei vor allem auf folgende Themenschwerpunkte ein:

  • „Präsenz vor Ort“ muss weiterhin die zentrale Maxime sein, um die Grund- und Mittelschulen möglichst optimal verwalten, versorgen und begleiten zu können. Eine passgenaue Klassenbildung, eine regionalspezifische Netzwerkarbeit sowie ein niederschwelliges und zielführendes Konfliktmanagement seien laut dem Bezirksvorsitzenden nur möglich, wenn Schulämter in regionalen und kleinen Einheiten erhalten blieben. Synergien zwischen Schulämtern, wie sie der ORH-Bericht aus dem Jahr 2018 vorsieht, werden bereits genutzt, wo dies sinnvoll erscheint. Als positives Zeichen sieht der Verband die Ergebnisse aus den diesbezüglichen „Werkstattgesprächen“ am Kultusministerium, die eine grundlegende Änderung der Schulamtsstruktur nicht einfordern.
     
  • Der aktuelle Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern sieht eine Aufstockung des Lehrpersonales vor. Im Zuge dessen solle auch die Verwaltung ausgeweitet werden. In diesem Zusammenhang sei die Einsparverpflichtung aus dem Ministerratsbeschluss (§ 6b Haushaltsgesetz) aus dem Jahr 2004 nach Ansicht des Bezirksvorsitzenden nicht mehr zeitgemäß, zumal die Aufgaben an den Schulämtern in den vergangenen Jahren in Qualität und vor allem in Quantität enorm zugenommen hätten.
     
  • Der Verband fordere zudem eine sachlogische Fortsetzung der Dienstrechtsreform, da sich andernfalls eine zunehmend verschärfte Situation hinsichtlich der Nachwuchsakquise ergebe. Diese zeige sich bereits bei der Besetzung von Konrektoren- und Rektorenstellen und wirke sich auch auf die Stellenbesetzung an Schulämtern aus. Erfreulich sei, dass derzeit zusätzliche Schulratsstellen ausgeschrieben werden, jedoch schätze der Verband die Schaffung und den Erhalt sogenannter „halber Schulratsstellen“ als bedingt zielführend und wenig nachhaltig ein. Über diese zentralen Anliegen hinaus kamen im Gespräch mit Frau Ilse Aigner die Themen Lehrerversorgung, Verteilung von Fachlehrkräften, Einsatz der Mobilen Reserve und personelle Belastungen durch Schwangerschaften, Beschäftigungsverbote und Erkrankungen von Lehrkräften zur Sprache.

Die Landtagspräsidentin zeigte erfreulich großes Interesse an den einzelnen Themenfeldern und den Anliegen des Bayerischen Schulräteverbandes, wofür sich der Bezirksverband Oberbayern an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bedanken möchte.



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